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11. April 2012 3 11 /04 /April /2012 13:14

Freitag 09.03.2012

Um 10 Uhr starten wir Richtung Norden und Milford Sound. Die Strasse, ist ein absoluter Hit. Weites Grasland begrenzt durch die Bergketten des Fjordland National Parks auf der einen und der Takitimu Mountains auf der anderen Seite wechseln sich ab mit bewaldeten Abschnitten die direkt durch die Gebirge führen mit tollen Aussichtspunkten und jeder Menge Stops an Sehenswürdigkeiten. Wir sind speziell auf die Mirror Lakes gespannt. Aufgrund ihrer Lage sollen sie eine absolut ruhige Oberfläche haben in der sich die Bergketten spiegeln. Doch ein einzelnes kleines Entchen macht das alles zunichte. Fröhlich paddelt es kreuz und quer über den See und zieht eine Heckwelle hinter sich her die die Wasseroberfläche ständig kräuselt. Na Hauptsache die Kleine hat ihren Spass. So mancher Touri möchte wohl am liebsten seine Kamera mit einem Gewehr tauschen. Hilft nix, wir fahren weiter, auf dem Weg liegen einige Baustellen, die äusserst unangenehm zu befahren sind. Frisch geteerte Strassen mit viel Split drauf machen das Fahren zur Schlingerpartie und man kommt nicht wirklich schnell voran, zusammen mit Foto- und Essensstops zieht das den Geschwindigkeitsschnitt auf unter 40km/h herunter und so wird es schon wieder etwas knapp. Der Tunnel vor dem uns alle gewarnt hatten ist halb so wild, addiert aber durch die dortige Wartezeit (er wird immer nur in einer Richtung durchfahren) auch wieder einige Minuten obendrauf. Hätten sie in den Tunnel zwanzig Lampen mehr eingebaut wäre er völlig unproblematisch, so sieht man zugegebenermassen manche tiefen Schlaglöcher zu spät oder gar nicht. Die Fahrbahnoberfläche ist jedoch nicht so schlimm wie oft beschrieben. Ende vom Lied ist, dass wir absolut pünktlich auf unser Boot kommen und zur Rundfahrt starten. Der Milford Sound ist schon beeindruckend und wir haben grosses Glück mit dem Wetter die Sonne scheint von einem nahezu blauen Himmel. Der Sound kann dafür seine volle Show nicht abspielen. Bei oder kurz nach Regen kommen noch weitaus mehr Wasserfälle von den Felsen. Zugegeben das sieht bestimmt toll aus, aber die Strecke möchte ich nicht im Regen mit dem Motorrad fahren. Auf der Rückfahrt haben wir etwas mehr Zeit vor allem zu Beginn die grandiosen und beeindruckenden massiven Felsformationen zu bewundern, Wahnsinn wenn sich so eine Wand aus purem Fels direkt vor einem mehrere hundert Meter in die Höhe zieht. Da kommt man sich so unglaublich winzig vor.

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Samstag 10.03.2012

Wir wollen noch einen Tag hier bleiben um zu sehen ob wir nicht doch noch einen schönen Walk machen können. Für unser gemeinsames Frühstück habe ich mir heute etwas besonderes ausgedacht . Während Manu noch schläft richte ich schon einmal ein paar Brote, die Muffins von Theresa, die kleine Kaffeemaschine muss erst noch einmal für Manu´s ersten Morgenkaffee herhalten dann wird auch sie verpackt zusammen mit der Milch, unserem MSR Gaskocher und der Gaskartusche. Gleich gegenüber der Lodge startet ein kleiner Walk zum Lake Misteltoe. Die Wegbeschreibung sagt es ist ein kleiner leichter Walk und gut um am Seeufer ein gutes Glas Wein mit Freunden zu geniessen. Das bringt mich auf die Idee, dass wo man Wein trinken kann man auch sicherlich gut frühstücken kann. Manu ist sofort Feuer und Flamme für die Idee und erklärt sich einverstanden heute nur einen Kaffee im Bett zu trinken. Wir packen die Sachen zusammen und starten. Der Weg ist wirklich sehr leicht zu begehen und der See mit dem schönen Picknick Platz liegt schon nach den ersten paar hundert Metern vor uns. Gott sei dank, da wir den Kocher noch nie ausprobiert haben ist uns nicht aufgefallen, dass man zum Entzünden Streichhölzer oder ein Feuerzeug benötigt. Wir sind das von unserem alten kleinen Kartuschenaufsatz nicht gewohnt, der hatte einen komfortablen Piezozünder. Es bleibt mir nichts anderes übrig als zur Lodge zurückzulaufen um ein Feuerzeug zu holen. Wir haben genug dabei aber aufgrund der Fliegerei keines in einem unserer Rucksäcke. Jetzt kanns´ aber losgehen. Das Frühstück schmeckt hier in dieser schönen Umgebung nochmal so gut. Cookies von Theresa und Sandwiches mit Feta und Schinken, Kiri, die lachende Kuh (der Käse aus Frankreich) in der Low-Fat Version und ein paar Tomaten. Mehr braucht es für uns nicht für ein tolles Frühstück. Natürlich den guten Kaffee aus von Strictly Coffee aus Dunedin nicht zu vergessen. Nachdem wir fertig sind und unseren Kram wieder eingepackt haben gehen wir den Walk bis zum Ende bzw. bis er auf die Strasse trifft, auf der Strasse zurücklaufen, das sagt uns nicht wirklich zu also laufen wir den Weg einfach wieder zurück. Der Weg führt durch einen schönen Steineibenwald und bietet immer wieder mal einen schönen Ausblick über den kleinen Misteltoe See mit den dahinter liegenden Bergen. Hin und zurück sind das keine 45 Minuten und so stehen wir gegen 13:00 wieder in unserer Lodge, für das Frühstück brauchen wir immer etwas länger. Da wir länger bleiben als zunächst geplant müssen wir noch einmal in die Stadt nach Te Anau um fürs Abendessen einzukaufen ausserdem wollen wir noch im Sandfly Café vorbeischauen und für Daryl einen Gruß ausrichten. Das trifft sich ganz gut, da die dort einen sehr guten Kaffee und vor allem eine tolle Veggie-Frittata eine Arte Gemüsetorte haben. Nach dem Einkaufen geht es auf schnellsten Weg wieder „nach Hause“ in die Lodge, der Himmel wird immer dunkler. Wir parken die Motorräder wieder in dem Shed wie die Kiwis so einen Carport nennen. Kaum stehen wir in der Küche und beginnen mit der Vorbereitung fürs Abendessen schlagen die ersten grossen Tropfen an die Fensterscheiben, gutes Timing.

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Sonntag 11.03.2012

Es ist ringsum grau in grau und wir lassen uns zunächst einmal Zeit zu frühstücken und da es danach immer noch regnet entscheiden wir einfach einen echten Relax-Tag einzulegen. Wir verlängern bei Tania um einen weiteren Tag und schreiben Tagebuch, trinken Tee und Kaffee und reden etwas darüber wie es wohl sein wird wenn wir wieder zurückkommen. Am Nachmittag lernen wir Mary aus Washington DC kennen, sie wird morgen auf den Milford Track starten. Eine 4-tägige Wanderung durch das Gebiet des Milford Sound und eine der genialsten Mehrtages-Wanderungen die man überhaupt machen kann, so hört man. Bei der Fahrt durch den Milford Sound und wenn man die Bilder des Tracks sieht kann man sich schon vorstellen, dass dies nicht übertrieben ist. Uns würde dieser Track auch reizen, man muss ihn jedoch ca. 8 Monate zuvor buchen und das konnten und wollten wir nicht. Uns so früh festzulegen wann wir wo sein müssten würde unserer Reisephilosophie völlig widersprechen. Mary ist eine sehr reiselustige und aufgeschlossene Ostküsten Amerikanerin. Sie arbeitet als Kostencontroller für das Government und befasst sich in erster Linie mit Projekten aus dem Militärbereich. Wir haben einen sehr vergnügten Abend und freuen uns morgen wieder on-the road zu sein.

 

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Montag 12.03.2012

Wir liegen gut in der Zeit, nach Arrowtown unserem heutigen Ziel sind es eh nur ca. 200km. Das Wetter ist erste Sahne, Sonnenschein mit ein paar Wolken, der Regen soll erst heute Nachmittag wieder kommen. Wir haben die Motorräder gepackt und fragen Mary ob sie denn noch ein Bild von uns auf den Motorrädern machen würde. Klar, keine Frage, ist sie doch auch eine begeisterte Hobbyfotografin . Sie schnappt sich ihre Nikon und folgt mir zu den Bikes. Nachdem die Bilder gemacht sind starten wir die Motorräder, viel mehr, wir wollen die Motorräder starten. Die Harley ballert schon im Standgas vor sich hin aber die Triumph gibt bei Manu´s Tritten auf den Kickstarter keinen Mucks von sich. Die Tanks sind ziemlich leergefahren wie ich am Samstag beim Zurückfahren feststellen musste. Ich hatte bei der Kalkulation der Restmenge die ersten 30km zur Lodge vernachlässigt aber daran kann es beim besten Willen nicht liegen, das Fluten der Vergaser funktioniert, da müsste sie zumindestens Husten. Ich trete selbst mal durch und es ist klar, da kommt überhaupt nichts. Also zunächst einmal die Zündkerzen raus und nach dem Zündfunken geschaut. Nichts. Na jetzt wird’s interessant. Mal sehen was die Batterie sagt, 5,4V das reicht natürlich nicht. Alle Verbindungen waren fest. Ich überlege fieberhaft wie man den Fehler am schnellsten eingrenzen könnte. Ich erinnere mich hinter unserer Küche einen Verschlag gesehen zu haben in dem eine grössere Batterie an einem Ladegerät hing. Ich frge Tania ob ich denn diese Batterie zum Testen haben könnte. Es ist die Alarmanlage für das Feuermeldesystem und doch stimmt sie sofort zu, bittet mich nur die Batterie wieder anzuschliessen. Ich schleppe das Teil über den Hof zu den Motorrädern, löse den Pluspol der Triumph Batterie und schliesse die Monsterbatterie an. Nach zwei Tritten läuft das alte Mädchen wieder und lädt die Batterie auch sauber bis 14,4V. Na das System arbeitet, nicht noch einmal ein Lichtmaschnen-GAU. Jetzt geht es also darum so schnell wie möglich eine neue Batterie zu finden. Ich rufe zunächst den Service an, der in der Lodge einen Flyer ausliegen hat, dass er bei jedem Anruf für läpppische 120$ vorbeikommt. Er hat keine Motorradbatterien verweist mich aber an einen Motorradverleih, der aber auch keine Battterien auf Lager hat. Die Putzfrau der Lodge empfiehlt mir einen Auto Elektrik Workshop, das hört sich gut an. Er hört sich mein Problem an, fragt noch das eine oder andere , stellt dann aber fest, dass ich wirklich schon alles geprüft habe. Eine Batterie der Grösse die ich ihm beschreibe hat er nicht, allerdings eine deutlich kleinere. Ist mir egal, die nehm ich damit kommen wir wenigstens nach Arrowtown und können in Queenstown eventuell eine grössere bekommen . Mary bietet an mich mit dem Auto ins Ort zu fahren, sie hat noch etwas Zeit bis zum Start ihres Walks. Ich zögere noch, was wenn irgendetwas schief geht und sie kriegt ihr Boot nicht. Na, was soll auf 28km schief gehen und es ist immer noch ein ganz gutes Zeitpolster vorhanden also fahren wir los. Die alte Batterie nehme ich mal vorsichtshalber mit. Als ich die auf den Ladentisch stelle ist der Chef etwas erstaunt, die hat er da. Die Dimensionen weichen zwar von meinen Angaben ab aber als er sie daneben stellt ist es tatsächlich genau die Batterie die wir brauchen. Der Tag wird gut. Die Batterie würde natürlich mehr kosten als die 40$ die er vorher genannt hatte. Das ist mir sch.. egal, ich lächle und sage ihm dass ich gar keine andere Wahl habe, er schaut nach dem Preis 109$, ob ich sie denn tatsächlich wollte. Füll das Ding bitte auf und mach die Rechnung fertig wir haben nicht so wahnsinnig viel Zeit. Bei der Rückfahrt nehmen wir noch einen deutschen Tramper mit, so hat Mary ihre guten Taten für die nächsten Wochen vollbracht. Vor unserer Abfahrt an der Lodge habe ich Tania gebeten Manu noch einen Kaffee zu machen und rauszubringen, nun bestelle ich gleich noch einen mit Muffin für Mary, den hat sie sich mehr als verdient.Während die beiden im Café sitzen baue ich die Batterie ein und den Gepäckträger wieder drauf. Jetzt kann es endgültig losgehen, ich kann es noch gar nicht glauben wie gut das gelaufen ist. Noch einmal eine herzliche Verabschiedung von Mary und wir sind tatsächlich on the road again. Da wir jetzt aber eh schon spät dran sind und tanken müssen wir ja auch noch, gibt es im Sandfly Café noch einen Kaffee und eine Veggie Fritata. An der Tanke telefoniere ich mit Bains B&B um ein Zimmer zu reservieren. Das Zimmer ist frei und somit für uns reserviert, ebenfalls ein Unterstellplatz für die Motorräder. Da das Wetter hier im Süden recht unbeständig ist legen wir hier immer viel Wert darauf, dass die beiden Ladies im Trockenen stehen. Die Strasse nach Arrowtown führt durch eine grandiose Landschaft , besonders das letzte Stück entlang des Lake Wakatipu ist ein Knaller. Rechts die Ausläufer der Remarkables und links der See einfach nur grandios. Man könnte alle paar Meter anhalten und ein Foto machen aber dann kämen wir nie in Arrowtown an. Also nur ein paar wenige Fotostops wir sind ja nicht gerade früh dran. Als wir über den Feldweg zu Bains Homestead fahren bin ich mir nicht mehr so sicher ob das wirklich das richtige für uns ist. Es ist doch ein ganz schönes Stück weg vom historischen Ortskern. Ann Bain eine sehr resolute ältere Dame zeigt uns das Zimmer und macht uns mit den Gegebenheiten vertraut. Das Zimmer ist sehr schön und hell mit grossen Fenstern und einem schönen Balkon, die Bikes stehen bei einem alten Austin von 1923, einem extrem raren Modell, ehemals im Besitz des Erzbischofs von Christchurch, in der Garage. Meine Zweifel bleiben bestehen aber Manu gefällts und so bleiben wir. Da es schon kurz vor sieben ist fahren wir noch vor dem Abladen in die Stadt nd suchen uns ein Restaurant, die Wahl fällt auf das New Orleans Hotel, die Essen hören sich gut an, die Preise sind ok und man hat kostenloses Internet. Bevor wir zurückfahren schauen wir noch kurz im Bottleshop vorbei um eine Flasche Wein für den Abend zu bunkern. Als wir dann zu den Motorrädern kommen ist schon stockdunkel und auf dem Parkplatz brennt keinen Lampe, unerfreulicherweise ist das bei der Triumph genauso. Das gibt es doch nicht, Manu ist den ganzen Tag ohne Licht gefahren um die Batterie weiter aufzuladen und nun streng nach Murphy´s Law brennt in der stockdunklen Nacht die Birne des Frontscheinwerfers durch. Zu erwähnen wäre noch, dass Manu den Tankrucksack in dem sich die Stirnlampe befindet schon in unserer Unterkunft zurückgelassen hat. Na Gott sei Dank ist eine Ersatzbirne in meinen Alukoffern. Es ist ein ganz schönes Gefummel, vor allem weil diese englische Sch.. lampe sich nicht schliessen lassen will. Nach einer ganzen Weile haben wir es geschafft, ich war schon nah dran das Ding abzureissen und über den Fluss zu kicken. Jetzt nichts wie nach Hause, für heute habe ich echt genug geschraubt und schrauben macht müde, ich hab jetzt Bock aufs Bett. Im Zimmer liegen ein frisch gebackener Leib Brot, Tomaten aus dem Gemüsegarten der Bains, Cookies aus Cornflakes, Weet-a-bix und im Kühlschrank stehen ein ganzer Liter Milch, Butter, Marmelade, Marmite und noch einiges mehr wir sind also super versorgt.

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Dienstag 13.03.2012

Der Tag startet mit einem Frühstück zusammen mit unseren Wirtsleuten , Eier, Schinken, Tomaten und alles was man sonst so braucht für ein wirklich gelungenes Frühstück. Das präpariert uns optimal für den Walk den wir heute vorhaben. Der Big Hill Walk wird’s wohl nicht werden, dazu sind wir zu spät dran aber den 7km langen Sawpitt Gully Walk, den müssten wir schaffen. Wenn dann noch Zeit ist könnten wir ja noch den Millenium Walk absolvieren, der unter anderem an einem Drehort für die Film Trilogie Herr der Ringe vorbeiführt. Da wir in jedem Fall am Arrow River entlang laufen bietet uns Barry seinen Klappspaten und eine alte Goldwäscher Pfanne an. Schliesslich war der Arrow River der am stärksten goldhaltige Fluss Neuseelands und der letzte grosse Nugget wurde 2006 mit einem Gewicht von mehreren hundert Gramm gefunden. Na , das lass ich mir nicht zweimal sagen, ich nehme das Angebot an und wir marschieren los. Manu ist nur am Lachen, wie ich so mit dem Spaten und der Pfanne durch die Gegend laufe. Als es jedoch darum geht auch mal den Spaten zu tragen und ich anmerke, dass nur wer sich an der Last beteiligt auch an dem Gold beteiligt werden kann greift sie plötzlich zu. Irgendwie ist ihr dann doch nicht ganz so wohl dabei ganz aussen vor zu sein. Ich könnte ja doch etwas Glück haben. Kurz gesagt , uns fehlt wahrscheinlich die entsprechende Geduld, in der Pfanne glitzert jeder Stein aber wenn man sie herausholt sind es ordinäre Kiesel. Das geht ca. 30 Minuten so dann geben wir schon wieder auf. Wir nehmen lieber den Sawpitt Gully Walk in Angriff. Den Spaten und die Pfanne verstecken wir hinter einem Baum das ist noch richtig schweres Goldgräbergerät und nicht die Plastikpfannen die man überall kaufen kann. Der Pfad folgt lange Zeit dem Verlauf des Flusses, an Gold schürfen ist allerdings nicht mehr zu denken, wir befinden uns meistens ca. 10 - 30 Meter über dem Fluss. Das eröffnet natürlich jede Menge tolle Ausblicke durch die Schlucht und über die umgebende Berglandschaft. Die Berge sind weitestgehend mit niedrigen Büschen und gelbem Gras bedeckt, das gibt den samtigen Eindruck den man immer wieder auf Bildern von Neuseeland sieht. Andere Tramper haben scheints den ein oder anderen Weg für sich gefunden und so ist immer mal wieder die Frage wo es denn eigentlich lang geht. Mit einer Beschilderung sind sie hier äusserst sparsam. Nach einigen Metern finden wir allerdings immer wieder den richtigen Weg. Von einer alten Goldsucher Hütte stehen nur noch Fragmente der Aussenmauern, der Kamin im Haus ist aber noch soweit erhalten, dass man erkennen kann wie er mal ausgesehen hat. Solche Ruinen sind auf der Südinsel (im Süden und Westen) recht häufig auf Walks anzutreffen. Sie werden dann oft als „historical sites“ angekündigt, was meistens recht übertrieben ist. Wir kommen zum Abzweig zum Gipfelweg, kurz komm ich noch einmal ins rechnen ob es doch noch reichen könnte aber das wäre nicht wirklich vernünftig. Wir laufen weiter Richtung Arrowtown und ab jetzt geht es steil bergab. Es kommen uns immer wieder Jogger entgegen, die Kiwis können sich echt quälen, diese Strecke zu joggen ist wirklich Hardcore. Fehlt nur noch, dass uns einer in Flip Flops entgegen kommt. In der Ortschaft angekommen gönnen wir uns erst einmal noch einen Kaffee und essen etwas in einer netten kleinen Hütte die zum Café umgebaut wurde. Dabei schauen wir uns noch einmal den Millenium Walk auf dem Plan an und entscheiden, dass diese 4km am Fluss entlang noch drin wären. Gesagt getan nehmen wir diesen Walk noch in Angriff. Die Strecke führt nun in entgegengesetzter Richtung direkt am Fluss entlang und passiert unter anderem einen Drehort aus „Herr der Ringe“. Diese Drehorte werden normalerweise extrem gut vermarktet, man kann sie oft nur mit geführten Offroad Touren erreichen oder muss Eintritt bezahlen wie in Hobbiton, wo man für 60$ pro Nase durch die heruntergekommenen Kulissen gefahren wird. Der hier ist wohl etwas zu unspektakulär als dass man etwas verlangen könnte. Es handelt sich um die Szene wo die schöne Arwen den kleinen Hobbit mit den blauen Augen (wie kann man nur immer so weinerlich gucken wie der) rettet und mit ihm davonreitet. Fans wissen wohl welche Szene das ist. Zeitmässig haben wir uns da etwas viel vorgenommen, da wir noch zum Thai wollen um unser Abendessen mitzunehmen. Der Weg wäre optimal für das morgendliche Training, immer schön sanft auf und ab, für uns artet er jetzt zu einem Nachmittagslauf aus. Manu läuft voraus zum Thai um das essen zu bestellen und ich muss noch einmal an unseren erfolglosen Goldschürfplatz zurück um die Schaufel und die Wanne zu holen. Als wir zurückkommen werden wir von unseren Wirtsleuten zu einem Drink eingeladen, ist wohl so ihre Tradition. Barry lädt uns ein, verschwindet dann und Ann kredenzt uns dann einen Tee. Wir müssen das allerdings auf nach dem Essen verschieben, sonst verrutscht uns das wieder. Nach dem Essen plaudern wir also noch ein bisschen mit Ann und ziehen uns dann wieder höflich zurück. Nicht ohne noch den DvD „The world fastest Indian“ mit Anthony Hopkins mitzunehmen, den Barry uns angeboten hatte. Wir wollen ihn auf zweimal schauen aber das war nur ein frommer Vorsatz, wenn man diesen Film anschaut, dann bis zum Ende.

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Mittwoch 14.03.2012

Eigentlich sollte heute Abfahrtstag sein, der Plan war früh nach Glenorchy hoch zu fahren und bei der Rückfahrt über Arrowtown hinaus min. bis Wanaka zu kommen. Der Plan war..... Da es gerade so schön kuschelig ist und der Tag schön zu werden verspricht bleiben wir noch eine weitere Nacht und nehmen uns etwas mehr Zeit um nach Glenorchy zu fahren. Die Fahrt führt am See entlang mit schönen Aussichtspunkten von denen man den ganzen See überblicken kann. Vor einem dieser Aussichtspunkte steht ein Warnschild das vor starken Seitenwinden warnt. Na ja denke ich und steuere den Lockout an, da haut mir eine Böe fast den Lenker aus der Hand. Wow, ich habe noch selten solch einen Wind erlebt (zuletzt in Kaikoura bei unserer Kap Umrundung). Die Harley wird auf dem Seitenständer hin und her geschaukelt und das hat schon etwas zu heissen, schliesslich wiegt das Teil mit dem Gepäck locker 400kg. Glenorchy selbst ist ein kleines Kaff und das war´s. Man kann dort 4WD Touren zu den Filmschauplätzen von „Herr der Ringe“ buchen. Die Strecke ist unbefestigt und sehr rau. 2 Mädels hatten uns schon vorgewarnt, sie hatten sich an ihrem Camper dort den ersten Platten geholt. Na das muss ich hier oben nun wirklich nicht haben. Nach einer Kaffeepause kehren wir wieder um und fahren zurück. Irgendwie habe ich in letzter Zeit so das Gefühl, mein Lenker bewegt sich etwas, es geht nur ein bisschen über die Flexibilität die ein so hoher Lenker immer hat hinaus aber ich spüre es. Auf den ersten Blick ist nichts zu erkennen also geht es weiter. Es lässt mir keine Ruhe und beim nächsten Stop sehe ich es, so ein shit, der Riser (Halter an dem der Lenker befestigt ist) ist nahezu rundum gerissen. Weiterfahren wäre sehr gefährlich. Dreimal durchatmen und noch einmal genau hingeschaut. Der Riser ist tatsächlich rundum den Schraubenkopf der grossen Befestigungsschraube gerissen. Wenn man allerdings vom Panic Mode in den „Überleg-mal-in-aller-Ruhe Mode“ umschaltet kommt man drauf, dass der Sechskantkopf der Schraube das ganze Gebilde recht gut stabilisiert und zusammenhält solange der Riserrest auf der Schraube bleibt. Da fällt mir der grosse Monster-Kabelbinder ein, den ich eingepackt habe. Ganz tief im Koffer vergraben finde ich ihn und fixiere damit den Lenker und den Riser auf der Gabelbrücke. Nun heisst es ganz vorsichtig nach Hause fahren. So ein Kabelbinder hält eine Menge aus aber der hohe Lenker erzeugt auch eine hohe Belastung. Nach ein paar Kilometern wächst das Vertrauen in die Lösung und wir fahren noch über Frankton um im dortigen Supermarkt noch etwas für´s Abendessen einzukaufen. Wir werden vor dem Essen natürlich zum Tee und zur kleinen Plauderrunde eingeladen.

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Donnerstag 15.03.2012

Es regnet in Strömen. Irgendwie hatte ich schon gestern morgen das Gefühl wir hätten fahren sollen. Ich habe schon früh mit Harley Speed and Customs in der Nähe von Wellington telefoniert und siehe da, er hat ein Paar gebrauchte Riser vor Ort liegen, die er direkt rausschicken kann, morgen wären sie in Arrowtown. Man ist hier zwar weit weg von den Standard Versorgungswegen aber die Nähe von Queenstown wirkt sich extrem vorteilhaft aus, es gibt eine „Luftbrücke“ von der die gesamte Gegend profitiert. Wir wollen aber nicht noch eine Nacht hierbleiben und so lasse ich die Riser nach Greymouth zu Harry und Rebecca schicken. Das sind die Beiden, die wir im Hotel in Geraldine kennengelernt haben. Sie warten schon auf uns, es wird allerdings noch etwas dauern bis wir dorthin kommen. Von hier aus sind das lockere 500km. Ich habe meine Lösung über Nacht noch einmal durchdacht und bin überzeugt, die 500km gut fahren zu können wenn ich noch ein paar Kabelbinder bekomme. Barry hat noch einen grossen weissen Industriebinder gefunden aber das reicht mir noch nicht. Ann telefoniert mit Ihrem Haus-und-Hof Schrauber, der hat fast alle Grössen verfügbar und so fährt mich Ann zu ihm. Mit 5 weiteren dicken schwarzen Kabelbindern kommen wir wieder zurück. Drei davon zieren kurze Zeit später den Lenker und die Gabelbrücke. Jetzt können wir starten aber draussen giesst es immer noch. „Ergiebiger Regen“ nennt man das bei uns, „patchy rain“ nennt man es hier. Ann fährt in die Stadt zu einem Patchwork-Club und wir packen die restlichen Sachen zusammen. Dann sitzen wir zusammen mit Barry im Wohnzimmer und warten bis der Regen zumindest weniger wird. Und siehe da, gegen 12:00 werden die Regenpausen immer länger und um 12:30 hört der Regen auf. Darauf haben wir schon gar nicht mehr gehofft, wir schieben die Motorräder aus der Garage, verabschieden uns und fahren los. Es geht über Wanaka Richtung Westküste. Auf der Strecke zwischen Arrowtown und Wanaka sollten zwei Sehenswürdigkeiten liegen, zum einen das historische Cadrona Hotel, gut für einen Pausenstop und der Bra-Fence. Was das ist? Ein Zaun an dem eine Unmenge an Bh´s hängen. Der Pausenstop im Cadrona Hotel beschränkt sich auf einen Kaffee und einen Brownie für Manu. Mit dem alten Auto ergibt es jedoch auch ein gutes Fotomotiv. Den Bra-Fence haben wir nicht gefunden vielleicht waren wir doch auf der falschen Strasse oder der Landbesitzer hat im Rahmen der Wirtschaftskrise die Bh´s verkauft. Man kann ja bekanntlich mit allem Geld machen. Weiter geht es vorbei am Lake Hawea und am Lake Wanaka. Der letzte zivilisierte Stop für die nächsten 120km ist dann Makarora, Mobilfunk Netzabdeckung gibt es dort allerdings schon nicht mehr. Ab dann geht es durch die Wildnis. Ein faszinierender Landschaftswechsel von den samtigen weiten Bergen des zentralen Otago in die mit Regenwäldern überzogenen Bergen der Westküste. Das Wetter ist jetzt wieder recht durchwachsen, produziert dadurch allerdings genau die Atmosphäre die zu diese Gegend passt. Ein strahlend blauer Himmel und die Landschaft wäre nicht halb so beeindruckend. Wir sind so beeindruckt, dass wir sehr oft anhalten, kleine Walks zu Wasserfällen machen oder einfach nur staunen un Fotos machen. So verlieren wie völlig die Zeit aus den Augen, das Licht ist schon seit langer Zeit unverändert da kaum ein Sonneneinfluss durch die tiefhängenden Wolken kommt. Als wir bei den Roaring Billys auf die Uhr schauen ist es schon kurz vor sieben und es sind immer noch über 30km nach Haast. 30Km sind bei uns ein Katzensprung, hier aber bei einer engen kurvenreichen und feuchten Strasse heisst das noch sicher 45 Minuten Fahrt. Bevor wir zu den Falls gehen packen wir also erst einmal das Abendessen aus. Am Parkplatz steht ein Holztisch mit Bänken, ideal für eine solche Rast. Als wir in Haast ankommen ist es stockdunkel. Manu mag das Fahren im Dunkeln überhaupt nicht aber heute war es irgendwie in Ordnung, es hat sich gelohnt sich die Zeit zu nehmen. Wir halten beim ersten Hostel, Zimmer sind noch frei aber auf die Frage ob er ein „under-cover parking“ hätte antwortet der Wirt, na die Motorräder werden ja wohl nicht aus Zucker sein. Nein aber die alte Harley und die alte Triumph mögen es gerne behütet und vor Regen geschützt. Alte Harley, alte Triumph?! Das wäre natürlich etwas anderes meint er und schon stehen die beiden Ladies jeweils in einem kleinen Geräteschuppen hinter dem Haus. Na also, geht doch. Das Hostel ist sehr angenehm, sauber mit klasse Betten. Passt alles.

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Freitag 16.03.2012

An der Westküste entlang geht die Fahrt zu den beiden Gletschern Fox und Franz-Josef. Direkt nach Haast geht es über die Haast River Bridge, die längste einspurige Brücke des Landes. Auf ihr gibt es zwei Haltebuchten damit sich treffende Fahrzeuge einander ausweichen können. Neuseeland hat unzählige solcher einspuriger Brücken und hatte ich dafür zu Anfangs nur Kopfschütteln übrig, muss ich heute feststellen, dass man über die grosse Anzahl sicher einiges an Baukosten gespart hat. Ich glaube ich habe es schon einmal geschrieben, nach meinem Gefühl muss ich bei vielen oder gar den meisten Brücken die Vorfahrt lassen. Seltsam denke ich, sehe aber auch hier und da im Rückspiegel, dass die Kiwis einfach auf beiden Seiten ein Schild Vorfahrt gewähren aufgestellt haben, man geht auf Nummer sicher. Am Ship Creek machen wir einen netten kleinen Walk, den Mataketake Dune Lake Walk. Der Name beschreibt den kompletten Weg, er führt über einen blendend weissen Strand mit viel Treibholz durch die Dünen zu einem kleinen See dahinter und durch ein kleines Stück verwilderten Regenwald zurück. Es sind nur ca. 2km aber solche Wanderungen sind immer wieder eine willkommene Abwechslung zum Fahren. Nach 30km Küste biegt die Strasse ab ins Landesinnere und in die dichten Regenwälder der Westküste. Man kann beim Fahren nur wenige Meter in den Wald schauen, er ist völlig zugewuchert. Ich hätte jetzt gerne einen Kaffee und schwupps sehe ich ein Gebäude mitten in diesem Dschungel welches riesengross Cafe auf dem Dach stehen hat. Ich setzte den Blinker und schaue in den Rückspiegel ob Manu hinter mir ist. Ist sie, mit einem Arm wedelnd bedeutet sie mir weiterzufahren. Na was ist denn das frage ich mich. Egal wird wohl schon seinen Grund haben. Vielleicht kommt noch etwas Besseres denke ich. Aber, es kommt nichts mehr. Beim nächsten Stop erklärt sie mir, dass dieses Cafe im Reiseführer vermerkt ist als grosser Bus Stop und Abzocke. Na wenn das schon ein Reiseführer listet dann war es wohl gut weiterzufahren bevor ich mich hätte aufregen müssen. Es dauert dann nicht mehr allzu lange und die ersten Hinweise auf den Fox Glacier erscheinen am Wegrand. Rundflüge mit Helikopter und Flugzeug, Ice-Landing, Fallschirmspringen, die Touristikbranche schöpft hier alle Mittel aus um aus den beiden Eiszungen Geld zu machen. Der Plan ist sich zuerst den Fox Glacier anzuschauen, die Zeit müsste heute noch reichen und dann zum Franz-Josef weiterzufahren und dort zu übernachten. Wie so oft kommt es anders. Wir fahren eine unbefestigte Strasse ca. 4km hoch zum Gletscher Aussichtpunkt, der ist nicht sonderlich aufregend, wobei einige Australier neben uns stehen und völlig aus dem Häusschen sind. Um einen noch besseren Blick auf den Gletscher zu bekommen laufen wir den Chalet Lookout Walk. Der geht über Stock und Stein über zwei Gebirgsflüsse von denen einer recht easy ist und der andere (eigentlich auch) aber reicht um eine Frau aus Neuseeland dazu zubringen ihren Mann alleine weiterlaufen zu lassen. Die Wanderung hat sich in jedem Fall gelohnt. Der Ausblick ist JETZT grossartig. Eine holländische Familie kommt im Laufschritt auf die Aussichtsplattform und überholt uns beim Rückweg in gleichem Tempo. Ich frag mich was man von dieser tollen Landschaft und vor allem von diesem vor Leben und nur so strotzenden Wald mitkriegt wenn man da so durchrennt. Das wäre als wenn ich mit einem dieser japanischen Superbikes mit 140 über diese Strassen fegen würde. Wir sind nun doch etwas später dran und beim Fox-Glacier gibt es noch den Lake Matheson eines der 101-Must-Do für Kiwis. In dem See sollen sich bei gutem Wetter die umliegenden Berge und vor allem der Mount Cook spiegeln. Wir sehen tolle Bilder und entscheiden uns hier eine Unterkunft zu suchen und morgen vor der Weiterfahrt noch zu dem See zu gehen. Der Wirt besorgt uns beim Nachbarn einen komfortablen Unterstellplatz in einer Garage, der Preis stimmt und ein Restaurant ist auch dabei. Wir gehen zwar zuerst noch ins Ort, wo ein toller etwas derber Saloon sein soll, entscheiden uns dann aber doch für unsere Herberge, da der Saloon teuer ist, nicht wirklich etwas anbietet was uns anmacht und auch nicht sonderlich derb aussieht. Das Essen bei uns hört sich sehr gut an, eine Lammhaxe mit Kartoffelbrei und Gemüse, dazu bestellen wir noch eine Schüssel mit Kartoffelschnitzen (Wedges). Nach dem Essen wollen wir uns gerade auf unser Zimmer zurückziehen als uns in der Bar der Wirt anhält. Ob wir noch einen Drink mit ihm und seinen Kumpels nehmen würden? Kann man ja kaum nein sagen und so kommen wir zu unserem ersten Jägermeister in Neuseeland. Der Hund des Hauses steht so lange an der Bar (mit den Vorderpfoten auf der Bar) bis er ein Glas Bier bekommt. Nachdem er das geschlabbert hat ist es ok. Er versucht es zwar noch einmal aber der Wirt bleibt nun hart. Es sind viele Ferienarbeiter dort angestellt, einige davon aus Deutschland und so wird es doch wieder später als gedacht.

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Samstag 17.03.2012

Die beste Chance das Spiegelbild im See zu sehen hat man früh morgen. Das klappt bei uns natürlich nicht und so ist der See eben ein See, umgeben von Regenwald aber nur ein See eben. Das Wetter ist bewölkt und der Wind kräuselt den See, damit spiegelt sich rein gar nix. Macht nichts, im nahegelegenen Café bekommen wir ein gutes Frühstück und fahren dann weiter um Franz-Josef Gletscher. Der ist etwas beeindruckender als der Fox Gletscher und man kann sich nun besser vorstellen wohin die Eistouren führen und wo diese Werbefotos entstehen. Man kann Eisspalten erkennen und bis in den Bereich mit schönem sauberen Eis schauen. Der Fox Gletscher sah recht dreckig-weiss aus, zumindest in dem Teil in den man durch die Aussichtspunkte Einsicht hatte. Wir wollen eine solche Eistour trotzdem nicht machen. Wenn hat man uns gesagt lohnt sich nur eine Ganztagestour und selbst bei der Tour ist man nur lange im Eis wenn man bei der schnellenTruppe ist. Die mittlere Gruppe war entäuscht und die Langsame fand es als einen etwas überteuerten Spaziergang, so das Feedback der deutschen Ferienarbeiterin in unserer letzten Unterkunft. Wir nehmen die Wanderung zum Gletschertor in Angriff, das wird für heute eh schon viel, da wir ja heute Abend in Greymouth sein wollen. Es ist St. Patricks Day und da wollen wir natürlich mit dabei sein. Die Wanderung führt kurz durch den Regenwald und dann lange Zeit durch ein weites steiniges Flussbett umgeben von bewaldeten Bergen von denen einige Wasserfälle herunter rauschen. Die Wanderung endet abrupt an den Absperrungen der Forstbehörde. Ab hier soll man nicht mehr ohne Führer weitergehen. Ich denke es ist reine Geldmacherei, durch den frühen Stop sollen die Leute wohl animiert werden eine Tour zu buchen. Keine Frage, alleine auf das Eis gehen ist sicherlich eine gefährliche Sache aber das Eis ist noch weit weg von den Absperrungen. So überwinde ich die Absperrung, damit ich zumindest noch ein ordentliches Bild vom Gletscher bekomme...und es hat gar nicht wehgetan. Kurz vor der Abfahrt rufen wir noch Harry und Rebecca an um Ihnen zu sagen, dass wir wohl etwas später ankommen. Ist kein Problem für die Beiden, wir treffen uns dann im Pub. Sobald wir in Greymouth ankommen sollen wir noch einmal durchrufen um zu sehen in welchem sie gelandet sind. Nun lassen wir es etwas laufen, die Fotostops begrenzen wir auf das Nötigste haben aber noch einen Essenstop vor uns. Ausserdem brauchen wir noch einmal Sprit. Die erste kleine Tankstelle in Whataroa lassen wir links liegen, der nächste Ort ist Harihari und gross genug eingezeichnet, dass er sicher eine Tankstelle hat. In Harihari schauen wir allerdings in die Röhre, er hat zwar zwei Zapfsäulen aber der General Store der diese betreibt ist geschlossen. Nun wird mir doch etwas mulmig und ich beginne zu rechnen ob der Sprit bis Hokitika reichen könnte. Ne, das wird er sicher nicht. Na ja, es gibt noch Ross, der Ort ist allerdings auch nicht grösser eingezeichnet als Harihari, und es ist Samstag Nachmittag, wir werden sehen. In Ross gibt es wieder einen Generalstore mit zwei Zapfsäulen aber dieses Mal haben wir Glück er ist geöffnet. Der Sprit ist sündhaft teuer und so tanken wir nur soviel, dass wir sicher nach Greymouth kommen. Daneben bietet sich das Ruddy Nugget Café als Kaffee und Essensstop an. Der Besitzer des Ruddy Nugget ist begeistert von den beiden Bikes und macht Fotos für seine Pinnwand. Nachdem wir bestellt haben trete ich vor das Café und es kommt mal wieder so ein ganz eigentümliches Gefühl in mir hoch. Das kleine Kaff, nur aus einer Strasse bestehend, der Farmer von nebenan, der über die Strasse geht und einen kurzen Small Talk mit dem Kneipenbesitzer hält, die tiefstehende Sonne und die Ruhe die über dem Ort liegt ergeben eine Atmosphäre, in der ich einfach den Rest vom Tag vor diesem Café in einem Stuhl sitzen könnte und sie einfach auf mich einwirken lassen könnte. Die Ruhe dieser Ortschaft überträgt sich vollkommen auf mich. Die beiden Motorräder vor dem Café, es dürften keine anderen sein, Manu mir gegenüber, es passt einfach alles zusammen. Heh, aufwachen, wir müssen weiter. St. Patrick wartet in Greymouth. Die anderen sind schon lange im Pub und wir machen uns jetzt auch auf den Weg dahin. Gleich um die Kurve fällt mir noch einmal ein Haus ins Auge mit einer Unmenge an Nummernschildern an der Umzäunung und selbst an der Hauswand, amerikanische Flaggen und andere Motorrad Memorabilia. Das sieht ja hart aus denke ich noch, wenn wir etwas mehr Zeit hätten würde ich dort noch einmal anklopfen wie damals in Tasmanien und sehen wer denn da so freakig unterwegs ist. Heute geht das leider nicht. Kaum haben wir Greymouth erreicht, kommen uns schon die ersten Oldtimer entgegen. An diesem Wochenende ist eine Classic Cars Rally in Greymouth. Stoppen nach dem ersten Pub und rufen Harry an. Könnte ja sein, die sitzen schon da drin. Ist aber nicht so, Harry erklärt uns den Weg durch die Stadt zu ihrem Stamm-Pub. Die Stadt ist sehr übersichtlich und Harry steht schon draussen um uns einzuweisen. Geparkt wird auf dem Gehweg direkt vor der Kneipe. Drinnen spielt schon eine Zwei-Mann Band mit akustischen Gitarren und wir bestellen erst einmal ein Guinness. Grosses Hallo und Begrüssung, Bex die Frau von Harry und Ian, der Kumpel dem die Harleys gehören sind auch da. Wir werden auch gleich noch dem Wirt und der Bedienung vorgestellt und sind dann in die Stammmannschaft aufgenommen. Die beiden Musiker sind richtig gut und der Abend verspricht gut zu werden. Wir brauchen jetzt aber erst einmal etwas zu essen. Neben der Kneipe ist ein recht schickes Restaurant, wo wir allerdings an der Bar auf einen freien Tisch hätten warten müssen. Das passt nicht in unser Timing, es ist schon sieben Uhr und irgendwie sind wir beide der Meinung passt das heute nicht zu diesem Abend und auch nicht zum ganzen Tag. Also gehen wir in einen neu eröffneten Burger Imbiss in dem es laut Bex klasse Burger geben soll. Das ist dann auch so, wir nehmen einen Burger mit Hirschhackfleisch und roter Beete drauf, lecker und die Fritten sind auch klasse. Ein junger Mann der an der Theke sitzt stellt sich als Mitbesitzer des Ladens heraus, er ist Deutscher, seit 2 Jahren in Neuseeland und auch der Chef eines Adventure Unternehmens für Kayak, Mountain Bike Touren und ähnliches. Nicht schlecht, ich schätze ihn so auf max. Mitte 30. Studiert hat er in Karlsruhe und so kennt er sich auch in unserer Umgebung bestens aus. Nach einem kleinen Small Talk mit ihm kehren wir wieder in den Pub zurück. Dort sind mittlerweile der Schlagzeuger und der Bassist der Band eingetroffen, die Musik wird jetzt etwas lauter, das Publikum wird schriller, St. Patrick´s Day scheint hier echt abgefahren zu sein. Die Barfrau schreibt jedem von uns mit irgendeinem grünen Zeugs nette Dinge in den Bierschaum, das geht von „Das ist für Dich Darling“ bis „Hau das Zeugs weg Alter“. Es wird ein Abend, so gut wie er sich schon angekündigt hat. Die Motorräder haben wir schon zu Harry&Bex nach Hause gefahren und können jetzt locker mal einen drauf machen.

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Sonntag 18.03.2012

Das wird ein ruhiger Sonntag. Es war recht spät gestern und wir sind alle vier noch ein bisschen groggy. Während Manu noch schlummert fahren Harry und ich ein bisschen mit seinem V8 Pickup durch die Gegend. Ziel ist das Haus eines etwas exzentrischen Sammlers alter Motorräder und Autos. Als Tor zu seiner Einfahrt hat er zwei alte Jaguar Autos getreu dem Vorbild der Route 66 mit der Schnauze in der Erde vergraben. Zu Beginn so erzählt Harry waren die Karossen noch fast neuwertig, heute sehen sie schon etwas verrottet aus und irgendwann zeugt dann vielleicht nur noch ein Rostfleck im Boden von der vergangenen Pracht. Als wir zurückkommen ist Manu auch schon wach und ich mache erst einmal für alle Kaffee aus unserer kleinen Espresso Kanne. Es ist schon seltsam, der Kaffee schmeckt beiden richtig gut, man sieht es daran, dass es nicht bei einem bleibt aber sie kommen nicht auf die Idee sich auch so eine Kaffeemaschine zuzulegen. Der Plunger, dieses grässliche Durchdrück-Glas geht schneller und tut´s scheinbar auch. Manu und ich frühstücken, Harry hat das schon zur Zeit meines ersten Frühstücks erledigt und Bex braucht vor 12:00 nichts ausser Kaffee. Danach schaue ich mir erst einmal die Riser an, die Harley Speed and Custom aus der Nähe von Wellington zu Harry geschickt haben. Na so richtig begeistert bin ich nicht. Die Teile sind gebraucht und weisen schon ein paar Spuren auf, die ich nicht eindeutig zuordnen kann. Sind das Anrisse oder nur Kanten aus dem Gusswerkzeug. Auch Harry ist sich nicht sicher. Da schauen wir doch einfach noch bei Ian vorbei und fragen ihn um seine Meinung. Manu fährt wiederum eine Runde Sightseeing mit Bex in ihrem MG. Ian ist gerade schwer am Renovieren seines Hauses und auch er ist sich nicht sicher. Nach einem Tee machen wir uns wieder aus dem Staub, allerdings mit Ian´s neu erstandenem alten Ford Mustang. Den Pickup lassen wir bei ihm stehen. Die Kiste ist Auto pur, rattert, klappert und hört sich an als schlürfe er im Standgas schon zwanzig Liter weg, macht er vielleicht auch. Es macht trotzdem Spass mit so einer alten Karre durch die Gegend zu cruisen. Bex ist eine phantastische Köchin und sieht nicht ein warum wir essen gehen sollten. Das Abendessen kann es dann auch mit jedem Restaurant das wir bisher in NZ besucht haben aufnehmen. Ihr Vater war sehr lange in Führungspositionen in der Weinbranche und so sind wir auch damit optimal versorgt. Kurz vor dem Abendessen stösst noch Brooke, die Tochter von Bex aus erster Ehe dazu. Sie verabschiedet sich jedoch recht bald danach in ihr Zimmer und ins Bett. Das Wochenende bei einer Freundin war sicher recht anstrengend. Harry hat Nachtschicht und wird kurz vor 22:00 abgeholt. So sitzen nur wir drei noch lange zusammen, schauen uns Bilder von uns zu Hause an.

 

Montag 19.03.2012

Wir haben mit Bex vereinbart, dass wir Brooke zur Arbeit fahren. Da sie erst um 9:30 dort sein muss ist das auch für uns noch recht relaxt. Wir bringen danach die Riser weg um sie abfräsen zu lassen und gehen dann frühstücken. Ich habe entschieden, dass die Teile zumindest den restlichen Teil der Reise überstehen werden. Nach einem Telefonat mit Kimble ist klar, ich brauch die Teile nicht einmal zu bezahlen, die Jungs sehen das als Support unserer Reise an. Klasse, ich hätte dennoch lieber ein paar neue gehabt. Die Engineering Firma zu der mich Harry empfiehlt ist riesengross aber was in dieser grossen Halle an Equipment so rumsteht sieht schon recht antiquiert aus. Na ja, das hat nichts zu sagen, auch mit alten Maschinen kann man präzise arbeiten. In einer Stunde könne ich sie wieder holen meint der Mann an der Maschine. Das passt wunderbar mit dem Frühstück zusammen. Bevor wir sie wieder abholen fahren wir noch einkaufen und holen eine Geburtstagstorte für Bex. Sie hat morgen Geburtstag und wir wollen sie damit überraschen. Beim Einkaufen überlege ich noch, ob ich ein Zwölfer Karton Bier für die Riser mitnehmen soll, entscheide mich dann aber doch dafür die Teile erst einmal abzuholen und zu sehen wie sie geworden sind und wie das mit der Bezahlung funktioniert. Wie das funktioniert sagt mir der Mann an der Theke, 60$, gut, dass ich kein Bier geholt habe. Die Torte bringen wir gleich nach Hause und verstecken sie im Kühlschrank, draussen in der Werkstatt, dann starten wir noch einmal um Brooke wieder abzuholen. Zusammen mit ihr fahren wir noch nach Blackball. Ein kleines Minenkaff, das vor allem zwei Attraktionen hat, eine Salamifabrik und das „Formerly the Blackball Hilton“ ein historisches Hotel aus den Anfängen dieses Ortes das zu Ehren des ehemaligen Minenverwalters von „Dominion“ in „Hilton“ umbenannt wurde. Das ging so lange gut, bis die grosse amerikanische Hotelkette Wind davon bekam und gerichtlich eine Namensänderung durchsetzte. Wie Kiwis so sind griff man zur einfachsten Lösung. Wir decken uns zunächst im Laden der Salamifabrik mit Hirschsalami, Biersticks und Chorizo ein und gehen dann noch auf ein Bier ins „Formerly the Blackball Hilton“. Man kann dort unmöglich einen Tee oder Kaffee trinken, das passt nicht. Die Chorizo ist als Geburtstagsgeschenk für Bex gedacht, sie liebt diese Wurst. Auf dem Rückweg schauen wir noch in der Brunner Mine vorbei. Eine alte Mine von der nur noch ein paar Ruinen stehen. Beeindruckend ist das Memorial das dort für einige Minenunglücke steht, das letzte 2010 bei dem 24 Kumpels ums Leben kamen und man die Körper bis heute nicht geborgen hat, da es einfach zu gefährlich und aufwendig wäre. Der Job ist auch heute noch sehr gefährlich, da gibt es nichts zu diskutieren. Nach all dem Sightseeing möchte ich jetzt noch kurz bei dem Motorrad-Mechaniker vorbeifahren der nach Harrys Meinung besonders viele Reifen vorrätig hat. Mein Vorderreifen ist doch schon recht stark und vor allem einseitig abgefahren. Tatsächlich hat der genau den 21“ Dunlop Reifen den ich bisher gefahren habe dort liegen. Jetzt gibt es nicht mehr viel zu überlegen, dieser Reifen war für mich bestimmt. Ich reservier ihn für morgen. Als wir zurückkommen wartet Bex schon auf uns, sie möchte noch an den Strand fahren und mit uns auf Greenstone Suche gehen. Am Strand angekommen suchen wir alle drei intensiv nach dem „grünen Gold“, wir finden auch jede Menge grüne Steine aber keiner erweist sich als wirklicher Greenstone. Man testet das am besten wenn man mit ihm über die fettgsten Stellen seines Gesichts fährt. Hört sich seltsam an, ist aber so. Echter Greenstone absorbiert das Fett und wird dunkel glänzend. Bex findet zumindest einen Serpentine, eine Art Vorstufe des Greenstone. Greenstone muss gefunden werden wollen so glauben die Maori und wenn er einem dann gefunden hat, darf man ihn noch nicht einmal behalten. Man muss ihn einem Menschen weiterschenken den man sehr schätzt oder liebt. Natürlich steht es einem frei aus den gefundenen Stein etwas zu veredeln oder veredeln zu lassen. Dazu gibt es Maori Symbole mit verschiedensten Bedeutungen wie z.B. der doppelt verschlungene Knoten der für ewige Verbindung steht, einem der beliebtesten Symbole.

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Dienstag 20.03.2012

Heute ist Bex´s grosser Tag. Sie ist nicht der Typ, der Geburtstag feiert, also geht sie ganz normal zur Arbeit und wir starten etwas später nach Pnakaiki zu den Pancake Rocks. Zuvor fahren wir noch Brooke zur Arbeit und bringen mein Vorderrad zum Reifen wechseln. Kaum 5km aus Greymouth raus, fällt mir dann der niedrige Füllstand des Tanks auf. Na ja, nach Punakaiki reicht es allemal und aufgrund der Darstellung im Strassenatlas gehe ich davon aus, dass wir dort NATÜRLICH Sprit bekommen. Der geehrte Leser kann sich denken was kommt. Punakaiki ist ein Touristenspot. Vielmehr als die Pancake Rocks gibt es dort nicht. Ein Café ein Visitor Center aber weit und breit keine Tankstelle. Eines ist klar, bis zurück nach Greymouth reicht der Sprit auf keinen Fall. Erst mal cool bleien und einen Kaffee trinken. Die Bedienung ist nicht sehr hilfreich, auf die Frage ob es denn hier irgendwo die Möglichkeit gäbe Benzin zu bekommen kommt die Antwort: Nein...keine Tankstelle und auch die Anwohner hätten keine Benzinkannister. Das kann ich ja nun gar nicht glauben. Wir trinken den Kaffee aus und gehen erst einmal rüber zum Visitor Center. Diese Leute sind meistens eher darauf eingestellt einem in einer solchen Lage weiterzuhelfen. Und tatsächlich, die freundliche ältere Dame hinter der Theke weiss wo sie anrufen muss. Ob 5 Liter für 20$ ok wären? Was sollen wir sagen, wir haben keine andere Option. Das wäre doch auch seltsam gewesen, wo alle Motelbesitzer hier einen fahrbaren Rasenmäher besitzen. Egal, Jetzt könen wir uns in aller Ruhe die Felsen anschauen und die sind wirklich beeindruckend. Der Wind und das Wasser haben den weichen Felsen das Aussehen übereinander geschichteter Pfannkuchen gegeben und sogenannte Blowholes blasen bei Flut und richtigem Wellengang dicke Wasser oder Wasserdampf-Fontänen in die Luft. Die Felsformationen sind beeindruckender als Vieles was wir schon auf der Südinsel gesehen haben. Es ist faszinierend den Wellen zuzuschauen wie sie immer wieder mit gewaltiger Kraft gegen die Felsen anrennen und man kann sich gut vorstellen, dass in einigen Jahrzehnten diese Küstenlinie wieder ganz anders ausschauen wird. Auch von den 12 Aposteln an der Great Ocean Road in Australien stehen heute kaum mehr 10. Nach unserer Rückkehr nach Greymouth holen wir zunächst mein Rad ab und fahren dann zu Harry und Bex nach Hause. Bex ist schon da und ich gehe direkt in die Garage um die Geburtstagstorte vorzubereiten. Sie ist sichtlich gerührt, trotz dass sie nicht der Typ für eine Geburtstagsfeier ist, freut sie sich doch, dass sich alle etwas haben einfallen lassen. Anschliessend gehen wir zur Feier des Tages in die Stadt in ein Restaurant zum Abendessen.  

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